Fastenzeit

Fastenzeit: Nach dem Überfluss der Verzicht

Nach dem grossen Überfluss der strenge Verzicht: Die Fastenzeit. Fasten liegt im Trend. Der temporäre Verzicht auf feste Nahrung hat für viele Menschen weniger religiöse Gründe, sondern ist eine Reaktion auf den permanenten Überfluss.

Warum auch immer Sie das Fasten in Erwägung ziehen: Die Fastenzeit ist eine wunderbare Gelegenheit, den Alltag temporär umzukrempeln, etwas Neues zu probieren, dem Stress des Überflusses zu entkommen um sich letztendlich auf all das, was man hat, zu besinnen. Sehr oft wachsen daraus ganz neue Gewohnheiten oder gar ein viel gesünderer Alltag.

In diesem Blog finden Sie allerlei Inspiration dafür, wie Sie sich in der Fastenzeit durch eine wohltuende Auszeit von all dem Überfluss und Stress befreien und vielleicht sogar einen ganz neuen, viel gesünderen Lebensstil etablieren können.

 

Was hat es mit der Fastenzeit auf sich?

Wie und was genau gefastet wird, ist ganz unterschiedlich, auch der Zeitraum variiert von Jahr zu Jahr.

Die traditionelle Fastenzeit beginnt nach Ende des Karnevals, dem Aschermittwoch. Dauern tut sie bis Ostern.

Das Fasten hat ausserordentlich positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Dabei ist es gar nicht so wichtig, worauf Sie verzichten, solange Sie an eine vollständige Nährstoffabdeckung denken und genug trinken. Sehen Sie nur bitte vom Saftfasten ab und nutzen Sie die Fastenzeit nicht als Diät mit Fokus auf das Abnehmen.

Wann ist Fastenzeit 2022?

Die Fastenzeit 2022 geht 40 Tage lang, von Aschermittwoch, dem 2. März, bis zum Karsamstag, dem 16. April.

Fastenzeit: Worauf es sich zu verzichten lohnt

Die Beweggründe für das Fasten sind ganz unterschiedlich: Während die einen ihrem Körper etwas Gutes tun und körperliche Beschwerden lindern wollen, möchten andere das seelische Gleichgewicht wiederherstellen.

Zudem kann die Fastenzeit eine Art Initialzündung für die lang gewünschte Ernährungsumstellung sein. Das Fasten tut nicht nur dem Körper gut, sondern wirkt sich sehr positiv auf unser Wohlbefinden aus. Es verleitet (oder nötigt manchmal sogar) dazu, etwas Neues zu probieren, was anschliessend gerne in einen gesünderen Alltag übernommen wird.

Ob Sie dabei auf gewisse Genussmittel, Ihre mobilen Endgeräte, Fleisch oder Zucker verzichten möchten, wissen Sie selbst am besten. Probieren Sie es einfach aus. Wir bieten Ihnen hier etwas Inspiration für Ihre Fastenzeit.

1. Smartphone-Fasten

Viele Menschen werfen bereits direkt nach dem Aufstehen einen Blick auf ihr Smartphone um ihre E-Mails oder sozialen Medien zu überprüfen. Auf dem Arbeitsweg geht es dann direkt weiter mit Spotify und Co. Auch am Arbeitsplatz begleitet uns unser Handy und nach Feierabend sowieso. »Digitale Nervosität« nennt die Forschung das Verlangen, ständig auf sein Handy zu blicken. Wie oft möchten wir auf die Uhr sehen, landen irgendwie doch auf Instagram und Ähnlichem und legen das Smartphone dann wieder weg, ohne zu wissen, wie spät es ist?

Fakt ist: Messenger-Apps, Spiele, soziale Netzwerke usw. nehmen viel zu viel Zeit in Anspruch. Ein wunderbarer Fastenvorsatz wäre es zum Beispiel, sich ein festes Zeitlimit für den Handykonsum zu setzen, Handys nur noch an einem bestimmten Ort zu erlauben und es ganz aus dem Schlafzimmer und vom Esstisch zu verbannen. Seien Sie für diese 40 Tage ruhig streng. Sie werden sehen, wie gut es Ihnen tun wird. Weniger Zeit am Smartphone bedeutet mehr Zeit in der »echten« Welt.

2. Plastik-Fasten

 

Ein einziger Blick in den Kühlschrank reicht meistens aus, um zu sehen, welche Überhand Plastik in allen Haushalten genommen hat. Selbst »bewusster lebende« Haushalte sind noch immer voll mit diesem Material. Joghurts, Milch, verpacktes Gemüse, die Verpackung der Essens-Lieferdienste, Gewürzstreuer und so weiter: Ganz vermeiden lässt sich der Plastik-Wahnsinn nur schwer, aber optimieren lässt sich so einiges.

Nutzen Sie doch die Fastenzeit dafür, Ihre Wohnung so weit wie überhaupt nur möglich vom Plastik zu befreien und kaufen Sie in den 40 Tagen Fastenzeit nichts mehr aus Plastik dazu. Setzen Sie sich vielleicht sogar ein wöchentliches Müll-Limit. So werden Sie schon beim Einkauf ein viel wacheres Auge für Ihren Plastik-Konsum haben. Unsere Umwelt wird es Ihnen danken.

3. Verkehrsmittel-Fasten

Ja, manche Menschen sind beruflich auf ihr Auto angewiesen – viele sind es aber nicht und nutzen es dennoch täglich. Es mag gemütlicher sein und sich manchmal freier anfühlen, aber was Autos mit unserer Umwelt machen, wissen wir alle. Deshalb kann es auch eine Idee sein, die Fastenzeit autofrei zu gestalten. Natürlich muss dann immer wieder umgedacht werden. Manche Wege dauern dann länger, können aber dafür mit Buch in der Hand verbracht oder direkt zum Mini-Workout werden.

Nicht nur der Umwelt wird diese Idee gefallen, sondern auch ihrem Körper. Sie werden staunen, wie schnell die Kilos purzeln, die Schenkel straffer werden und wie frisch Ihre Haut plötzlich strahlen wird, wenn Sie statt in das Auto auf das Fahrrad steigen oder regelmässig längere Strecken laufen.

4. Zuckerfasten

Die Höchstmenge an Zucker sollte laut der Weltgesundheitsorganisation 25 Gramm (das sind etwa 7 Zuckerwürfel) pro Tag nicht übersteigen. Pro Nase liegt der Zuckerverzehr hier zu Lande jedoch gut und gerne bei einem Vierfachen.

Zucker führt dazu, dass unser Körper das Glückshormon Dopamin ausschüttet. Daran gewöhnen wir uns schnell. Unser Körper möchte dieses Gefühl immer wieder erleben und leitet uns zuverlässig zum nächsten Stück Schokolade. Je häufiger wir Süsses essen, desto mehr Süsse benötigt unser Körper, um auf ein gewisses Glückslevel zu kommen. Was das für unsere Gesundheit bedeutet, ist kein Geheimnis: Übergewicht, Diabetes, eine Fettleber, Karies, schlechte Haut, und, und, und.

Was wir unserem Körper mit all dem Zucker tatsächlich antun, bemerken wir sehr schnell, wenn wir einmal gänzlich auf ihn verzichten. Plötzlich schlafen wir besser, nehmen rasch ab, strahlen, sehen viel jünger aus und fühlen uns viel gesünder und stärker.
Anastasia Zampounidis macht es seit langem vor. Sie lebt seit Jahren zuckerfrei und motiviert tausende Menschen im deutschsprachigen Raum, es ihr gleich zu tun.

Wenn Sie sich näher mit dem Thema Zucker beschäftigen, werden Sie bemerken, wie schwer es ist, diesen komplett zu streichen – aber nur am Anfang. Wussten Sie zum Beispiel, dass in den meisten Zahnpasten (!), Suppenwürfeln und gefrorenem Gemüse Zucker enthalten ist? Zugegeben: Am Anfang ist es gar nicht so einfach, sich durch den Zucker-Dschungel zu kämpfen. Mit etwas angesammeltem Wissen und Übung finden Sie aber Ihre zuckerfreien und gesunden Lebensmittel, die Ihnen auch nach der Fastenzeit noch treu zur Seite stehen werden.

5. 40 Tage vegan

Sie wollten immer schon einmal ein veganes Leben ausprobieren aber haben es sich wegen anstehenden Feiern, Ihrem Lieblingsfleischgericht oder dem weit weg liegenden veganen Supermarkt einfach nicht zugetraut?

Vegan Essen ist eigentlich gar nicht so schwer. Es gibt zahlreiche leckere Rezepte und heutzutage bietet fast jedes Restaurant und Café vegane Speisen an, die wirklich gut sind und nicht nur aus Salat und anderen Beilagen bestehen. 40 Tage vegan ist sehr leicht zu schaffen und das beste ist: Danach kennen Sie viele neue Lebensmittel, die Sie ansonsten nie entdeckt hätten.

Eine streng vegane Ernährung zwingt Sie – ähnlich wie eine zuckerfreie Ernährung – dazu, sich die Etiketten Ihrer Lebensmittel ganz genau anzusehen. Und, dass vegane Ernährung teurer ist als eine herkömmliche, ist schlichtweg falsch, genauso wie ein damit einhergehender Nährstoffmangel. Der Anteil an Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst wird so viel grösser in Ihrem Essensplan, dass Sie sich über fehlende Nährstoffe gar keine Sorgen machen müssen – ganz im Gegenteil. Viele Leistungssportler sind Veganer (Lewis Hamilton, Venus Williams, Mike Tyson, Jim Morrys, Natascha Badman…) und verbringen täglich Höchstleistungen. Nach einem Nährstoffmangel sehen diese Personen nicht aus, eher nach dem Gegenteil: purer Kraft. Und das ist kein Zufall. Wer sich vegan ernährt, nimmt neben zahlreichen Vitaminen meistens sehr viele Proteine und Ballaststoffe zu sich. Probieren Sie es einfach aus.

Tipp: Nicht einfach alle alten Rezepte kochen und Fleisch durch Tofu usw. ersetzen, sondern ganze neue probieren und diese nach der Fastenzeit in die Ernährung integrieren.
Wenn es um die Ernährung geht, eignen sich unsere Swiss-QUBE besonders gut für ein gesundes Fasten. Gänzlich zuckerfrei und reich an Nährstoffen bringen unsere Nährstoffwürfel Sie kalorienarm und wenn Sie möchten auch vegan durch die Fastenzeit.

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Fastenzeit was ist erlaubt?

Ganz traditionell dauert die Fastenzeit für Christen 7 Wochen. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet zu Ostern. An diesen 40 Tagen verzichten die meisten komplett auf Fleisch, Alkohol und Schokolade. Wieder andere nehmen während dieser Tage gar keine feste Nahrung, sondern nur Flüssigkeiten zu sich.

Eine Fastenkur – ob sie nun 40 Tage oder bloss eine Woche dauert – ist wahrer Balsam für unseren Körper und für unsere Seele. Die gesunden Auswirkungen der Auszeit können immens sein. Oftmals bezieht sich das Fasten aber nicht nur auf die Nahrungsaufnahme, sondern umfasst auch die Mediennutzung und unser Verhalten gegenüber der Umwelt. So werden zum Beispiel das Smartphone-Fasten oder das Auto-Fasten von Jahr zu Jahr beliebter. Was genau erlaubt ist, hängt sicherlich von der Fasten-Motivation ab. Wenn Sie aus religiösen Gründen fasten, werden Sie sich vielleicht ganz andere Grenzen setzen, als wenn Sie darauf abzielen, Ihrem Körper, der Seele und der Umwelt etwas Gutes zu tun.

 

Welches Fasten passt zu mir?

Die Art des Fastens richten Sie am besten nach Ihrem Fasten-Motiv. Wenn Sie vorwiegend Ihrem Körper etwas Gutes tun möchten und das Fasten möglichst einfach in Ihren Alltag integrieren wollen, dann probieren Sie doch am besten das Intervallfasten.

Beim Intervallfasten wird jeden Tag strikt zwischen Essens- und Fastenphasen unterschieden. In den Essensphasen gilt es, sich ausreichend und möglichst abwechslungsreich und ausgewogen zu ernähren. Während der Fastenphasen ist jede Art von Nahrung verboten – auch Suppen und Brühen. Ungesüsster Tee, Wasser und schwarzer Kaffee (ohne Milch und ohne Zucker) sind während der Fastenphasen jedoch erlaubt.

Es gibt unterschiedliche Arten des Intervallfastens. Am einfachsten umzusetzen ist zweifelsohne die 16:8-Methode, bei welcher 16 Stunden (inkl. Schlafphase) auf Nahrung verzichtet wird. Das Intervallfasten kann dabei helfen, wieder ein besseres Körpergefühl zu erlangen und zu lernen, wieder besser auf sein Hungergefühl zu hören. Im besten Fall etablieren Sie das Intervallfasten als neuen Lebensstil und nicht bloss als temporäre Phase. So pflegen Sie langfristig einen gesunden Lebensstil – und meistens gehen dabei einige Kilos dauerhaft verloren.

Wir wünschen Ihnen eine gesunde und besinnliche Fastenzeit.

Ihr Dr. Frank S.

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Autor


Dr. med. Frank Schulze

„Hier schreibe ich spannende und aktuell relevante Beiträge. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner

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