Wie du einfach und selbst deine Leistungsfähigkeit verbessern kannst

Geschrieben von Dr. med. Frank Schulze M.Sc. am April 19, 2018 in vital Aging

Wie du einfach und selbst deine Leistungsfähigkeit verbessern kannst

In dieser Jahreszeit stellen wir uns öfters die Frage: «Wie könnte ich meine Leistungsfähigkeit verbessern? Dies kann sich auf die berufliche oder auf die sportliche Leistung beziehen. Im Laufe unseres Lebens haben wir meist schon Erfahrungen über die individuellen Einflussfaktoren gesammelt und wissen was zu tun ist, um unser Leistungsniveau zu steigern. Ich möchte mit diesem Post versuchen, die «Stellschrauben» in uns selbst darzustellen, die dir helfen, nachhaltige Leistungsfähigkeit aufzubauen. Diese sind

  • Allgemeine körperliche Verfassung,
  • Geistiges/emotionales Niveau,
  • Regelmässige Bewegung und
  • Ernährungsgewohnheiten.

Manchmal lassen wir uns von Angeboten verführen, die glaubhaft versichern, dass man mit diesem oder jenem Mittelchen seine Performance (Leistung) erhöhen kann. Manchmal versetzt der Glaube dabei Berge.

Die 4 wesentlichen Ebenen um deine Leistungsfähigkeit zu verbessern

1.Körperliche Verfassung

Da wäre die allgemeine körperliche Verfassung, das heisst alle Funktionen sind intakt oder Beeinträchtigungen oder Behinderungen werden gut kompensiert. Auch hier spielen die Selbstregulationsmechanismen, die wir geerbt haben, eine entscheidende Rolle. Genau diese Selbstorganisation oder Selbstregulation ist es, die uns leistungsfähig macht. Für das gute und leistungsstarke Funktionieren dieser Systeme gibt es nach meiner Sicht drei wesentliche «Steuersysteme» im Körper:

a) «Erregung und Entspannung» Zwischen diesen beiden Zuständen sollten wir im «Vegetativum» elastisch hin und her pendeln können. Damit bekommen wir Zugang zu unseren Leistungs-Ressourcen.

b) Die «Zellfunktion» mit der Bereitstellung von Energie (ATP aus den Kraftwerken der Zelle), die in den unterschiedlichsten Leistungsstufen und Energiequellen funktionieren.

c) Unser «Mikrobiom», also die Gesamtheit aller Bakterien, die auf uns und in uns leben. Sie sind Teil der Nährstoffnutzung sowie des Immunsystems. Eine gesunde Zusammensetzung der verschiedenen Spezies bereitet uns einen enormen Energieschub.

Wie kann ich die körperliche Verfassung zu meiner Leistungssteigerung nutzen?

Das «Vegetativum» ist die eigentliche «Steuereinheit» aller Regulationsprozesse in unserem Körper. «Es» wird einerseits durch Ruhephasen, wie gesunden Schlaf, und andererseits durch körperliches Training im regenerativen Bereich harmonisiert. Im Zustand der vegetativen Harmonie können wir problemlos zwischen Erregung und Entspannung wechseln. Erst dann wird ein gesunder und nachhaltiger Leistungsaufbau möglich.

Die «gesunde Zellfunktion» besteht aus der Nähstoffaufnahme, der Verarbeitung zu ATP als Energielieferant, einer gesunden Zellteilung und dem Abtransport der «Abfallprodukte» aus der Zelle. Damit die Zelle das kann, sollte sie mit wenig Gift belastet sein, das umgebende Zwischenzellgewebe sollte einen ausgeglichenen Säure/Basenhaushalt haben und transportfähig sein. Um grösstmöglichen Energieoutput in der Zelle zu generieren, ist der Ausgleich unseres Säure/Basen Haushaltes, damit die Zelle und das Zwischenzellgewebe optimal entgiften können, hilfreich und wichtig. Erst dann hat z.B. die Muskel- oder Nervenzelle ausreichend Energie, um maximal leisten zu können. Auch hier steuert das Vegetativum die Ablaufgeschwindigkeit dieser Regulationsprozesse mit.

«Mikrobiom» des Menschen, nennt man alle Bakterien, die auf und in uns leben. Das sind übrigens 10-100 mal mehr als wir Körperzellen haben. Sie beeinflussen die Stoffwechselleistung und das Immunsystem sehr stark. Haben wir eine gesunde Zusammensetzung der Kolonien, z.B. im Darm oder auf der Haut, wird dies unsere Leistungsfähigkeit steigern. Da sie einen wichtigen Part in der Immunabwehr darstellen, wirkt die Qualität der Zusammensetzung der Bakterienkolonien auf der Darmschleimhaut, immunstärkend. Die Produktion von Vitamin B12 durch die Darmbakterien beispielsweise, hat eine leistungssteigernde Wirkung.

2. Emotion und Geist

Natürlich sind «geistig/emotionale Voraussetzungen» ein wichtiges Moment für Leistung. Sind wir begeistert, motiviert und selbstbewusst, können wir Leistung viel leichter mobilisieren. Wer kennt das nicht, schlechte Laune beim Joggen erzeugt bleierne Beine. Mit allen Sinnen und heiterem Herzen die umgebende Natur aufzunehmen, macht einen schnellen Fuss, oder?

Bei all den wissenschaftlichen Grundlagen, sehen wir bei unseren Sportlern, die wir ernährungsphysiologisch begleiten, bessere Leistungen, wenn sie von dem was sie tun begeistert sind. Wenn wir Menschen es schaffen, diese Begeisterung in uns wachsen zu lassen, wird alles sehr leicht.

Wir ernähren uns dann von dem Quell der «Leichtigkeit des Seins».

3. Regelmässige Bewegung

 «Regelmässige Bewegung», die unseren Fähigkeiten angepasst ist und auf eine gesunde Weise durchgeführt wird, wirkt sich langfristig auf allen Ebenen leistungssteigernd aus. Wir Menschen sind mit allem ausgestattet; Skelett, Muskelbandapart und mehr, damit wir diese auch nutzen. Das moderne und bequeme Leben hält uns eher davon ab.

Der Bewegungsbedarf ist natürlich unterschiedlich und sollte immer den körperlichen Voraussetzungen angepasst sein. Für untrainierte, aber meist doch gestresste Personen, ist es wichtig, sich im regenerativen Bereich zu bewegen, weil sie sich damit vegetativ ausgleichen können. Das ist die Basis für Leistungssteigerung generell. Der gestresste Mensch kann für den Moment Leistung abrufen, die Ressourcen aber «verpuffen» in diesem Zustand zu schnell.

Auch die Bewegungsart ist individuell. Manch eine erreicht mit morgendlichen Spaziergängen schon sehr viel und eine andere muss joggen, um sich im regenerativen Bereich zu bewegen. Auch hierbei ist weniger meist mehr. Der morgendliche flotte Spaziergang ohne Frühstück von 20 bis 40 Minuten, wirkt Wunder!!

Für den nachhaltigen Leistungsaufbau beginnt man am besten mit einem regenerativen Training, welches sowohl die Basis zur Leistungssteigerung darstellt, als auch sehr wichtig für die «Entstressung» ist. Merkst du, dass langsam die Leistungsfähigkeit, die Motivation und die Begeisterung steigen, könntest du bei beschleunigten Stoffwechsel auch noch deine Ernährung, z.B. durch Intervallfasten mit reduzierten Kalorien und vollwertiger natürlicher Nährstoffversorgung, optimieren.

4. Ernährung

In Zeiten von Übergewicht und Nahrungsfülle ist «die Ernährung» an sich überbewertet. Kurz gesagt «Wir essen zu kalorienreich und bewegen uns dazu zu wenig.». In Zeiten von Superfoods, Shakes und Co. glauben wir «Viel hilft viel» zur Leistungsverbesserung. Wenn unsere körpereigenen automatischen Regulationssysteme nicht mit der Verarbeitung von Nahrung belegt sind, steigen die körperlich/geistigen Leistungspotenziale. In diesem Zustand zehren wir von den Reserven, die heute jeder hat und unser Organismus wird gleichzeitig «renoviert»(Reset). Idealerweise isst man niederkalorische, aber mit allen natürlich pflanzlichen Nährstoffen beladene Nahrung, um leistungsfähig zu sein. Wenn durch den Sport der Grundumsatz dann steigt, kann man zu jeder Zeit die Kalorienzufuhr erhöhen.

Der einfachste Einstieg zur Leistungssteigerung geht also über die Ernährung. Deshalb ist hier mein Vorschlag für deine persönliche Leistungssteigerung:

Cool bleiben und Schritt für Schritt gehen. Bei einer Kalorienreduktion kommt man schnell zu einer intensiveren Selbstwahrnehmung. Das allein hilft schon, die beste «Stellschraube» für dich zu finden.

Morgens

Versuche, 20 Minuten früher aufzustehen und egal bei welchem Wetter raus in die Natur zu gehen. Gehe 15 – 20 Minuten flotten Schrittes (wie früher der Postbote) mit guter tiefer Atmung spazieren. Danach deine Körperpflege und wenn frühstücken, dann ein Glas stilles Wasser und 30 – 60 g kalorienarme, aber nährstoffreiche Nahrung. Es kommt auf die Urzeit und die Menge der letzten Mahlzeit an, wieviel du hier isst.

Mittags

Verzichte lieber auf die Kantine und gehe erstmal 15 Minuten flott spazieren. Danach 60 – 120 g kalorienarme und nährstoffreiche Nahrung. (etwa 1.5 Vollkornbrotscheiben oder 1.5 Swiss QUBE)

Abends

Gehe wieder 15 Minuten flotten Schrittes spazieren und esse danach 120 g kalorienarme und nährstoffreiche Nahrung. Vergiss vorher oder nachher nicht, gutes Wasser zu trinken.

Alles unter den Hut zu bekommen ist vielleicht für «Anfänger» herausfordernd, macht aber Spass. Mit Regelmässigkeit und Routine wird sich Erfolg und Freude über die eigenen Leistungspotenziale einstellen.

So, das waren meine Tipps für eure Leistungssteigerung. Entfaltet eure Ressourcen und Potenziale einfach selbst, Erstaunen über diese ist garantiert!

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„Auf dieser Seite habe ich spannende und aktuell relevante Beiträge gestellt. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner

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