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Mit Intervallfasten das Immunsystem stärken

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Geschrieben von Dr. med. Frank Schulze M.Sc. am März 5, 2020 in Entgiften Entsäuern Ernährung

Mit Intervallfasten das Immunsystem stärken

Unser Immunsystem zu stärken ist zurzeit wichtiger denn je. Durch die Entlastung unseres Darmes mittels Intervallfasten reduzieren sich chronische Entzündungen an der Darmschleimhaut, wie sie heute fast jeder Mensch hat. Ausserdem entgiftet unser Körper besser.

Wieso ist die Darmschleimhaut häufig entzündet?

Viele Menschen leiden unter einer entzündeten Darmschleimhaut, ohne es zu merken. Die Ursache liegt meist in Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, Stress oder zu intensivem Sport. Auch eine zu einseitige Ernährung mit z.B. zu proteinreicher Nahrung knan dies begünstigen.

Typische Unverträglichkeiten:

  • sind die durch Laktose, also Milch und Produkte,
  • sowie die durch Gluten, also Mehlprodukte.

Man kann sich leicht vorstellen, dass bei ca. 350 qm Oberfläche des Verdauungstraktes Entzündungen das Immunsystem in Beschlag nehmen. Denn 85% des Immunsystems liegen unter der Darmschleimhaut.

Warum ist dies eine wenig beachtete Tatsache?

Diese Entzündungen verlaufen in der Regel still und unbemerkt von der betroffenen Person. Manchmal treten Durchfall oder auch Verstopfung, gelegentlich auch Bauchschmerzen auf. Trotzdem wird durch die im Immunsystem dauernd ablaufenden Antigen-/Antikörper-Reaktionen Energie verbraucht und das Immunsystem geschwächt.

Was kann die Folge sein?

Bakterien und Viren die z.B. auf die Schleimhäute unserer Atemwege auftreffen, werden nicht mehr mit der vollen Immunstärke abgewehrt. Das Immunsystem dieser Personen ist geschwächt. Bei der Immunreaktion im Darm bildet der Körper verstärkt Histamin. Die dafür verantwortlichen Mastzellen scheiden das Histamin zur Entzündungsentwicklung aus. (https://de.wikipedia.org/wiki/Histamin)

Entzündung ist Teil von Heilprozessen, sie ist notwendig

  • um bei Allergien Allergene abzubauen
  • bei bakteriellen oder viralen Infektionen Erregerfragmente zu beseitigen.

Bezogen auf die stille Entzündung («silent inflammation») an der Darmschleimhaut bedeutet das, dass massiv Histamin gebildet wird.

Was spüren Personen mit stillen Entzündungen auf der Darmschleimhaut?

Histamin wird im gesamten Körper verteilt und kann zu folgenden Symptomen führen.

  • Bauchschmerzen oder Magenkrämpfe
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Völlegefühl und Sodbrennen
  • erhöhte Stuhlfrequenz und Durchfall
  • Verstopfung
  • Kopfschmerz und Migräne
  • oft verstopfte Nase
  • plötzliche Hautrötung mit Juckreiz und Flash im Gesicht
  • Schweissausbrüche
  • Schwindel mit Schwächegefühl
  • Herzrhythmusstörungen
  • Immunschwäche

www.alles-essen.de/lebensmittelunvertraeglichkeit/histamin

Langfristig wirkt sich andauernde Histamin-Bildung auch auf Entzündungen in allen möglichen Organen aus, wie im Gehirn mit der Entstehung z.B. von MS (multiple Sklerose) oder Morbus Parkinson. Im Herzen bewirkt Histamin eine Frequenzsteigerung (oft Herzklopfen nach dem Essen). Zudem vermittelt es die Ausschüttung von Adrenalin und Kortison aus den Nebennieren.

Welche Nahrungsmittel erhöhen zusätzlich die Histamin-Konzentration im Körper?

Viele Nahrungsmittel enthalten entweder Histamin oder die Vorstufe zur Bildung von Histamin, das Histidin. Besonders abgelagerte Nahrungsmittel, die bestimmte Reifungsstufen durchlaufen haben, enthalten hohe Konzentrationen von Histamin.

Wer an chronisch stillen Entzündungen auf der Darmschleimhaut leidet, sollte folgende Nahrungsmittel unbedingt meiden. Denn diese schwächen auch das Immunsystem.

  • Käse, der lange gereift ist (Parmesan; Emmentaler, Bergkäse…)
  • Wurstwaren (Salami, Rohschinken…)
  • Rotwein, Schnäpse, Süssweine…
  • fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Kimchi…)
  • Fertiggerichte
  • Tomaten, Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Kiwi…
  • Schokolade
  • Räucherfisch

Quelle: Juli Basic.de

Mit Intervallfasten das Immunsystem stärken – warum funktioniert das?

Intervallfasten bedeutet, dass man Esspausen einlegt. Diese entlasten das Immunsystem des Darmes und stärken damit die gesamte Immunleistung. Wenn keine Allergie oder Unverträglichkeiten durch Nahrungsmittel an der Darmschleimhaut vorbeimarschieren, kann es auch keine Immunreaktionen mit einer Ansammlung von Mastzellen und damit Histamin-Bildung geben.

Somit bleibt auch die Histamin-Weiterverteilung in den gesamten Körper aus. Ich vertrete die Ansicht, dass die traditionellen Esszeiten einer gewissen Korrektur bedürfen. Auch wenn wir dies über Jahrhunderte so gelebt haben, müssen wir es nicht weiterpraktizieren. Unser Leben hat sich vollkommen verändert. Wir sitzen viel und bewegen uns im Vergleich zu früher sehr wenig.

Esspausen entsprechen ausserdem unserer Stoffwechsel-Genetik. Diese hat sich seit Urzeiten nicht verändert. Wir haben immer noch den gleichen Stoffwechsel wie die Jäger und Sammler, die sich den Bauch nicht immer füllen konnten. So sind wir genetisch ausgestattet. Auch wenn ich mir damit wenig Freunde mache, ist es trotzdem so.

Unser Stoffwechsel ist so angelegt, die Genetik hat sich nicht verändert, es sind nur die Gewohnheiten.

Es gibt so viele schöne Methoden Gewohnheiten zu verändern:

  • 2 Tage pro Woche fasten ist sicher nicht so einfach für viele,
  • jeden 2. Tag erst gegen 12.00 Uhr mit dem Essen beginnen sicher schon einfacher
  • einen Tag z.B. sich mit einem Nährstoffkonzentrat ernähren, welches man kauen kann und dabei wenig Kalorien aufnimmt, dafür aber alle Nährstoffe. Um dann den nächsten Tag erst gegen 12.00 Uhr wieder normale Kost zu sich zu nehmen, ist sicher einfacher.
  • zu versuchen mehrere Tage in der Woche erst gegen 12.00 Uhr wieder zu essen, scheint mir eine sinnvolle Variante und leicht machbar.

Es ist also hilfreich und sinnvoll, Esspausen zur Erholung des Immunsystems einzulegen. Die Ernährung nach den Pausen sollte folgende Lebensmittel nicht enthalten:

  • Mehl aus Getreiden (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel…) also alle glutenhaltigen Getreidesorten
  • Milch und Milchprodukte (Käse, Jogurt, Sahne, u.U. Butter)
  • Fleisch und Fisch
  • Fermentierte Produkte
  • Spinat, Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Kiwi
  • Kaffee, Tee
  • Alkohol, Nikotin

Wie kann der Histamin-Abbau im Körper beschleunigt werden?

Schon das Weglassen der genannten Lebensmittel in Kombination mit dem Intervallfasten reduziert den Histamin-Spiegel im Körper. Zusätzlich kann man folgende Massnahmen ergreifen:

  • moderater Sport,
  • eine eventuelle Darmsanierung nach einem Gesundheitscheck des Darmes,
  • «Darmreinigung» mit Flohsamenschalen als Carrier zur Ausleitung von Giften,
  • bestimmte Bifidobakterien Stämme zur Verbesserung der Darmflora,
  • Darmsanierung allgemein mit Produkten von Symbiopharm D,
  • Vitamin C 2-5 g in Kombination mit Vitamin B6
  • Zink, Magnesium, eventuell Mangan, Kupfer ersetzen,
  • ausreichend mineralarmes Wasser trinken (z.B. Lauretana),
  • Stressabbau!!!

Lebensmittel, die das Immunsystem stärken und beim Intervallfasten sinnvoll wären.

Fit for Fun.de

Die Auswahl von Lebensmitteln, die das Immunsystem stärken, ist sehr gross. Hinzu kommen natürlich zusätzlich Curcuma, Ingwer, Zwiebeln, Meerrettich… Als Grundnahrungsmittel kämen auch Kartoffeln oder Süsskartoffeln sowie Quinoa in Frage. Reis würde ich nicht empfehlen, da der eher sauer macht und damit ein Milieu im Darm schafft, welches für die Immunabwehr nicht günstig ist. Ein sehr wertvolles Gewächs, welches die Immunabwehr mit seinen Inhaltsstoffen sehr stärkt, ist der Grünkohl.

Ich glaube eine Zusammenfassung zu diesem Thema wäre gut.

Unsere heutigen Lebensmittel und unsere Ernährungsweise in Kombination mit reichlich Stress, generiert chronische und «stille Entzündungen» auf der Darmschleimhaut.
Dadurch wird das Immunsystem «belegt» und hat keine volle Abwehrkraft. Ein grosser Teil der Kapazität geht bei den Intoleranz- und Unverträglichkeitsreaktionen verloren.

Die beste Entlastung erfährt der Darm mit seiner enormen «Selbstheilungsfähigkeit» durch Intervallfasten, wodurch man eindeutig und erfahrungsgemäss das Immunsystem stärken kann.

Ganz wichtig sind dabei die beschriebenen Esspausen, die einerseits auf das Immunsystem entlastend und andererseits stärkend wirken.
Während meiner langjährigen Erfahrung hat sich dies immer wieder bestätigt. Deshalb empfehle ich Ihnen diese Methode mit dem Versprechen, dass sich bei Ihnen etwas Grundlegendes ändern wird.

Viel Erfolg und Freude beim Lesen und beim Anwenden.

Im nächsten Blogpost werde ich Ihnen einiges über unser vegetatives Nervensystem berichten, welches ja unsere zentrale Steuereinheit bei allen Regulationsprozessen darstellt.

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„Hier schreibe ich spannende und aktuell relevante Beiträge. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner