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Antibiotika Resistenzen – woher kommen sie und was kann man selbst tun dagegen.

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Geschrieben von Dr. med. Frank Schulze M.Sc. am Juli 2, 2020 in Entgiften Ernährung

Antibiotika Resistenzen – woher kommen sie und was kann man selbst tun dagegen.

Das Europäische Zentrum für Gesundheitsvorsorge (ECDC) prognostiziert zehn Millionen Tode im Jahre 2050 durch Antibiotika Resistenzen. Die Zahl der an Tumoren gestorbenen Personen, wie für 2050 prognostiziert, wird wesentlich kleiner sein. 

Was heisst Antibiotika Resistenz?

Krankheit erregende Bakterien sind resistent gegen Antibiotika. Im Falle einer bakteriellen Infektion, wie Lungenentzündungen beispielsweise, wirken keine Antibiotika mehr heilend.
Die Zahl der Antibiotika resistenten Bakterien steigt weltweit beängstigend.
Immer mehr Menschen sterben an unbehandelbaren bakteriellen Infektionen (in D 6000/Jahr).
Manche Forscher sprechen von einem Zu Nami, der da auf uns zurollen würde.

Swiss-QUBE Blog - Antibiotika Resistenzen – woher kommen sie und was kann man selbst tun dagegen.- Grafik

Communication in Science im Auftrag des BAG Schweiz.

Warum sind die Antibiotika resistente Bakterien überhaupt entstanden?

Hierzu gibt es mehrere Ursachen.

  1. Die Menschen haben über viele Jahrzehnte bei allen möglichen und auch banalen Infektionen Antibiotika durch ärztliche Verordnung eingenommen.
  2. Der grösste Teil der produzierten Antibiotika wird in der Landwirtschaft bei der Tiermast eingesetzt. Sowohl vorsorglich, behandelnd aber auch zur schnelleren Fleischproduktion als Mastmittel.

Hierzu einige Zahlen: in den USA gehen ca. 80 % der produzierten Antibiotika in die LANDWIRTSCHAFT. Hochgerechnet bedeutet dies, dass 1 kg Fleisch 300 mg Antibiotikum enthält. Weltweit beträgt der Umsatz von Antibiotika ca. 100 Milliarden US-Dollar.

In Deutschland gelangen nach offiziellen Zahlen 73.6 t /Jahr Antibiotika in die Landwirtschaft.

Nun werden die Antibiotika weder im tierischen noch im menschlichen Körper vollkommen abgebaut. Sie gelangen über die Fäkalien (Kläranlagen) bzw. Gülle auf unsere Felder und damit auch in das Grundwasser. Entlüftungsanlagen von Hühnermastbetrieben blasen 2.1 Millionen Staphylokokken pro Sekunde, die zum Teil schon resistent sind, aus ihren Abluft-Rohren. Messungen haben eine enorme Konzentration von diesen Bakterien in der Umgebung der Mastanlagen nachgewiesen.

Und so nehmen wir Menschen die Antibiotika oder ihre Bruchstücke aus dem Fleisch, welches über das Futter für die Fleischproduktion bzw. durch direkte Antibiotika-Anwendung, in uns auf. Aber auch direkt über das Gemüse, welches auf Feldern kultiviert wird, die vorher mit Gülle gedüngt wurden.

Ist BIO und VEGAN gerade hip oder steckt da mehr dahinter?

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns über die aufgezeigten Wege unnötiger Weise mit Antibiotika kontaminieren und sich Resistenzen dadurch entwickeln könnten, steigt, so die Logik, direkt proportional mit der Menge und Qualität des verzehrten Fleisches (s. auch Virusinfektionen in der Grossschlachterei Tönnies in D).

Ein toller und zugleich fataler Kreislauf, denn nun kommen weitere Faktoren zur möglichen Entwicklung von Antibiotika Resistenzen hinzu:

  1. die Bevölkerungsdichte,
  2. die Art der verwendeten Antibiotika und
  3. die hygienischen Lebens-Umstände.

Seit 2012 steigt die Zahl der Patienten mit Antibiotika Resistenzen weltweit dramatisch an. Mit dem Verbot der Anwendung von Antibiotika zur Wachstumsbeschleunigung, erst seit 2008, hat sich die Entwicklung verlangsamt.

Antibiotika geschützte Massentierhaltung zur Fleischproduktion alternativlos?

Die Antibiotika Resistenzen sind da, dies wird sich so schnell nicht rückgängig machen lassen.

Als Bio-Landwirt und Ganzheitsmediziner sehe ich mehrere Wege zur Korrektur:

  1. Fleischverbrauch reduzieren, hat mehrere Effekte:
    1.1. Klimaschutz, weniger Treibhausgase und Sojaanbau=Schutz unserer «Klima-Lunge» Regenwald.
    1.2. Weniger tierisches Eiweiss=weniger Krankheit gesünderes Altern
    1.3. weniger Mastbetriebe=weniger Belastung der Umwelt und des Menschen
  2. Gülleentsorgung sollte zukünftig vom Verursacher bezahlt werden. Finden sich in der Gülle Antibiotika Resistenzen muss diese als Sondermüll entsorgt werden.
    Gülle-Düngung nur noch bei negativer Stickstoffbilanz des Bodens.
  3. Fleisch muss auf Antibiotika-Rückstände und Resistenzen der in ihr befindlichen Bakterien geprüft werden=>belastet=> Sondermüll!
  4. Wir Menschen sind angesichts der Situation zur Eigenverantwortung verpflichtend aufgerufen:
    4.1  Darmsanierung zur Stärkung des Darm-assoziiertem-Immunsystems,
    4.2. Immunsystem stärken durch pflanzenreiche Ernährung und regelmässige Bewegung,
    4.3.       Einkauf beim lokalen Bio Produzenten,
    4.4. Regionen mit grosser Bevölkerungsdichte sollten gemieden werden.

Wir Ärzte haben bei ganz schwierigen Infektionen die sogenannten «ERSATZ-ANTIBIOTIKA» der 3. Generation zur Verfügung. Diese werden nur! bei Resistenz-Therapien angewendet, wenn alle anderen Versuche mit den Antibiotika der 1. und 2. Generation, eine bakterielle Infektion zu beseitigen, misslungen sind.
Nun muss man sich vorstellen, dass eines dieser Mittel Colistin (Polymyxin E) im grossen Stil in der Hühnermast Asiens verwendet wurde.
Für viele chronisch kranke Menschen eine Katastrophe, man denke nur an Nierentransplantierte die regelmässig an die Dialyse müssen…
Als Arzt und Bio-Bauer stelle ich mir folgende Frage?

Gibt es einen Zusammenhang mit der Corona Epidemie?

Die Vermutung liegt nahe, denn wir leben eigentlich mit Viren in guter Gesellschaft. Unser Körper ist mit ihnen besiedelt, wie auch mit Bakterien und Pilzen. Unser Immunsystem braucht das ständige Training mittels der Auseinandersetzung mit den Mikroorganismen.
Also, wenn sich alles im Gleichgewicht befinden würde, kann unser Körper eigentlich mit allen möglichen Viren fertig werden, ohne schwerwiegend zu erkranken.

Was beeinflusst noch unsere Abwehrkraft (Immunität)?

Wir wissen auch durch die Forschung auf dem Gebiet der Psycho-Neuro-Immunologie (PNI), dass Infektionen symptomlos verlaufen können, wenn der Infizierte psychisch entspannt ist, er also in der Vagotonie sich befindet, dies eine vereinfachte Zusammenfassung.
Aber auch umgekehrt funktioniert dies, Angst schwächt über das vegetative Nervensystem unsere Immunität. /

Angst und Unsicherheit in Corona Zeiten

Corona – und unsere Psyche

Werden wir weitere Viren finden, die uns gefährlich werden könnten?

Ja sicher, je mehr wir danach suchen umso mehr Virenarten werden wir finden. Wenn wir sie aber aus dem Gesamtkontext unseres Daseins betrachtend herauslösen, werden wir immer Infektionsrisiken konstatieren.
Der Ansatz zum Umgang mit viralen Infektionen muss einen Paradigmenwechsel bekommen.
Nicht das Virus sollte im Vordergrund stehen, sondern unser Immunsystem und dessen Umgang mit viralen Infektionen, also unsere Abwehr-Kapazität.

Entzündungen eindämmen und das Immunsystem stärken?

Sind Corona-Infektionen vielleicht die Folgen von Antibiotika Resistenzen?

Die ständige Zufuhr von Antibiotika führt zu bakteriellen Resistenzen.
Meine Reaktionsketten-Hypothese:
Wenn die normale und gesunde Darmflora mit diesen resistenten Bakterien durchsetzt ist, stört dies das Gleichgewicht und damit die 75% des gesamten Immunsystems, das des Darmes (Darm-assoziiertes-Immunsystem ca. 75-80% des gesamten humanen Immunsystems)
Weitere Belastungen über die Nahrung aufgenommene, «Gifte», um nur zwei zu nennen, sind Herbizide/ Pestizide und Schwermetalle.
Über Teilaspekte gibt es bereits Forschungsergebnisse, wenn man diese zusammenfasst findet man den möglichen Effekt der Reaktionskette bestätigt und logisch ist es auch.

Meine Empfehlungen kurz und bündig?

Tun Sie alles und konzentrieren sich bitte auch darauf, Ihr Immunsystem im Darm in Schwung zu halten. Es braucht regelmässige Pflege und Beachtung.
Alle meine bisher veröffentlichen Blogs sind direkt oder indirekt darauf ausgerichtet Ihnen Erklärung und Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zu verschaffen,        Sie zum Handeln zu bewegen.

Obwohl komplex- ist es einfach- hier nochmal Tipps:

  1. Reduzieren Sie den Zuckerkonsum, er schwächt Ihre
    Darmflora => Ihr Immunsystem enorm.
  2. Reduzieren Sie den Fleischkonsum, es schwächt Ihre
    Darmflora => Ihr Immunsystem enorm.
  3. Sorgen Sie für tägliche Darmentleerung durch gute pflanzliche
    Ernährung, das stärkt Ihre Darmflora => Ihr Immunsystem enorm.
  4. Bewegen Sie sich regelmässig, das stärkt Ihr Gemüt und Ihre Darmflora => Ihr Immunsystem enorm.

Viele unsere Anwender des Swiss-QUBE 3 Phasen Programmes berichten uns, dass ihre Infektanfälligkeit entweder in der Häufigkeit zurückgegangen ist oder sogar ganz verschwunden ist.
Vermeiden Sie durch gesundes Leben die Entstehung von multifaktoriellen Antibiotika Resistenzen.
Für ein gesundes, langes und abwehrstarkes Leben bis ins hohe Alter, lesen Sie die

13 Ernährungsempfehlungen auf www.swiss-qube.com.

Wir glauben mit Swiss-QUBE die aktuelle Ernährungssituation revolutionieren zu können, weil wir überzeugt sind diese damit zu vereinfachen und zu verbessern.

Herzlich

Ihr

Dr. Frank

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„Hier schreibe ich spannende und aktuell relevante Beiträge. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner