Was ich gegen Reizdarm unternehmen kann

Was ich gegen Reizdarm unternehmen kann

Heute ein recht weit verbreitetes Problem. Viele Menschen leiden darunter und die Beschwerden können recht stark sein. Manchmal setzen Betroffene bis zu 15 Mal täglich Stuhl ab.

Welche Ursachen werden heute in der Wissenschaft diskutiert?

Die Ursachen sind wohl eher komplex und von Person zu Person sehr unterschiedlich. Offensichtlich ist die Steuerung zwischen vegetativem Nervensystem und dem Nervensystem des Darmes übererregt, sodass die kleinste Aufregung zu Stuhldrang führt. Häufig wird von den Betroffenen der allgemein hohe Erregungszustand nicht mehr wahrgenommen.

Welche Lebensumstände befeuern diese Erregungsumstände?

Häufig habe ich bei Patienten hohe Konfliktpotenziale beobachtet, ob ausgelöst in einer Partnerschaft oder im beruflichen Umfeld durch hohen Leistungs-druck. Wir stellen an uns hohe Anforderungen, setzen uns einem enormen Erfolgsdruck aus und bewegen uns dann in dieser Spirale von immer noch höherem Druck bei Nichterfüllung und steigender Anspannung.

Wie können Gewichtsverlust und allgemeine Schwäche durch Reizdarm-Probleme ausgeglichen werden?

Menschen mit einem «Reizdarm» müssen für einen Vitalstoffausgleich sorgen, denn die Nährstoffaufnahme über den Darm ist durch die schnelle Speisebreipassage reduziert.

Häufige Begleiterscheinungen, wie z.B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sollten unbedingt beachtet werden, denn die können die Beschwerden auch verstärken. Unterstützend können zur Nahrungsergänzung auch Probiotika, wie z.B. Bifidobakterien und Laktobazillen mit der Nahrung zugeführt werden. Milieu verbessernde Praebiotika, wie Fermentprodukte unterstützen über eine Milieuverbesserung im Darm das Wachstum gesunder Darmbakterien.

Was ist erfahrungsgemäss der Schlüssel für Heilung?

  1. Ruhe und Entspannung z.B. durch
  • Yoga und oder Meditation
  • Akupunktur zur Stärkung des Parasympathikus und Stärkung des Chi
  • regeneratives Ausdauertraining zum Abbau von Adrenalin und Cortisol und Stärkung des parasympathischen Vegetativums
  • autogenes Training
  • Entspannungs- bzw. Wechselbäder
  • feucht warme Umschläge auf dem Bauch für mind. 15-20 Minuten usw.
  1. Vermeidung von reizenden Nahrungsmitteln
  • wie Chili, Pfeffer oder auch zu salzige Nahrungsmittel
  • Reduktion von Milch und oder Milchprodukten
  1. Konfliktauflösung
  • in der Partnerschaft
  • im beruflichen Umfeld
  • Freizeitstress reduzieren
  1. Ernährung mit naturbelassenen Nahrungsmitteln
  • Pflanzenkost leicht dünsten und gut kauen

Nach Gewichtsverlust kann man folgende Nahrungsmittel essen.

  • Avocado
  • Nudeln
  • Banane
  • Mango
  • Ei
  • Lachs
  • Makrele
  • Kartoffeln

Am besten die Nahrungsmittel, die man gut verträgt. Trinken Sie beruhigende Tees oder einfach nur gutes Wasser.

Liebe Leser, ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gute Besserung. Falls ich Fragen nicht beantwortet habe, können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen: kontakt@swiss-qube.ch

„Hier schreibe ich spannende und aktuell relevante Beiträge. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner