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Stress lass nach! So starten Sie 2020 entspannt durch.

Geschrieben von Dr. med. Frank Schulze M.Sc. am Dezember 29, 2019 in Ernährung Gewichtsmanagement

Stress lass nach! So starten Sie 2020 entspannt durch.

Vermutlich läuft es bei vielen ähnlich ab. Die Jahresend-Festtags-Rallye ist überstanden, die familiären Verpflichtungen und Einladungen von Verwandten und Freunden sind vorbei, die Kinder sind endlich wieder ein bisschen zur Ruhe gekommen. Nur eines kam in diesen Tagen bestimmt zu kurz: Die ersehnte Erholung. Und schon gehts wieder los mit dem stressigen Alltag. Kaum hat man sich versehen, beginnt das Hamsterrad von vorn.

Wollen Sie wissen, wie man dem Stress entkommt?

Das Schlüsselwort heisst Selbstwahrnehmung. Mit einfachen Worten ausgedrückt: «Was tut mir gut und was nicht?» Nehmen Sie sich das Recht heraus, das zu tun, was Erholung verspricht.

Am wichtigsten dabei ist der gesunde Schlaf, doch der wird nicht unbedingt durch Alkohol begünstigt. Runterkommen ist nicht einfach. Die Stresshormonkonzentration im Körper hat sich im Laufe der vergangenen Wochen auf hohem Niveau stabilisiert.

Wollen Sie wissen, welches «Geheimrezept» am besten gegen Stress wirkt?

  1. Selbstwahrnehmung und Abgrenzung.
    Klare Fragen an sich selbst: «Wie geht es mir?» «Brauche ich meine Ruhe?» Wenn ja, dann kommt die nächste Übung: Abgrenzung. «Ich würde mich gerne zurückziehen und die Ruhe geniessen».
  2. Schlaf.
    Im Schlaf regenerieren wir und bauen Stresshormone ab. Menschen, die glauben mit wenigen Stunden gut zu regenerieren, liegen meist falsch. Das haben Messungen gezeigt. Vor Mitternacht ins Bett zu gehen, garantiert den besten und erholsamsten Schlaf.
  3. Körperliche Bewegung.
    Auch hier gibt es klare Erkenntnisse: Bewegung im regenerativen Bereich baut Stresshormone ab, diejenige im Work-out»-Bereich schüttet Stresshormone aus. Ausgedehnte Spaziergänge mit etwas moderat forcierten Tempo und aufgerichteter Körperhaltung helfen Ihrem Körper, Stresshormone abzubauen.
  4. Achtsamkeit bei der Ernährung.
    Möglichst bewusst essen und jeden Bissen bis zu 30 Mal kauen. Wenig Alkohol, Nikotin und Koffein ist gegebenermassen an den Feiertagen schwierig, aber einen Versuch wert. Viele der genannten Genussmittel, aber auch gereifte Lebensmittel wie Schinken, Salami, Käse bilden immer Histamin. Histamin erhöht die Herzfrequenz. In der Folge werden Stresshormone ausgeschüttet.

Was bedeutet erhöhte Resilienz?

Diese Weisheiten sind uns allen bekannt. Doch im Laufe des Alltags verlieren wir immer wieder die Erinnerung daran.

Das Ergebnis heisst dann, wissenschaftlich ausgedrückt, erhöhte Resilienz.
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, den täglichen Herausforderungen mit Ruhe und Gelassenheit begegnen zu können. Ruhe und Gelassenheit findet man meist durch das konsequente Einhalten der oben genannten vier Empfehlungen. Diese sollten wir zu unseren Grundbedürfnissen erklären und regelmässig einüben, denn Verhaltensänderungen bedürfen der ständigen Wiederholung.

Gehören Stressbelastbarkeit und innere Stärke zusammen?

Innere Stärke stellt sich bei einer optimistischen Grundhaltung und der lösungsorientierten Verantwortungsübernahme ein. Jede Herausforderung, und sei sie noch so bedrückend, hat auch immer eine positive Seite. So sollten Sie sich fragen: «Wie kann ich die aktuelle Belastung mit Optimismus belegen?»

Welches Beispiel könnte das verdeutlichen?

In einer Therapiesitzung berichtet Renate:

  • «Ich habe wenig Urlaubstage. Immer zu Beginn liege ich mit Fieber und einer Virus-infektionen im Bett und vergeude meinen kurzen Urlaub mit krank sein.»

Mein Versuch, diese Situation optimistisch zu belegen:

  • «Sich den Wünschen und Bedürfnissen deines Körpers hinzugeben, wird dir deine Kraftreserven aufbauen helfen. Vermutlich arbeitest du sehr viel und nimmst manchmal die Zeichen deines Körpers nicht wirklich wahr. Sei dankbar für die Zeit im Bett. Geniesse es,
    versorgt zu werden und nutze den Rückzug von allem zur intensiven Erholung.»

Es klingt vielleicht trivial, doch alles hat zwei Seiten – und aus dem Abstand betrachtet meist auch eine positive.

In diesem Sinne wünsche Ihnen einen stressabbauenden Start ins neue Jahr. Falls Ihr Körper
nach Ruhe schreit, nutzen Sie die Chance und geben sich dem Bedürfnis, wenn immer möglich, genüsslich hin.

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„Hier schreibe ich spannende und aktuell relevante Beiträge. Diese basieren auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen sowie aus jahrzehntelanger ärztlicher Tätigkeit. Zur besseren Verständlichkeit habe ich Fachwörter vermieden, dafür aber die Beiträge in einer gewissen Lässigkeit geschrieben.“

Dr. med. Frank Schulze M.Sc.
Ganzheits- und Ernährungsmediziner